Sommerlicher Wärmeschutz

Behaglichkeit und Energieeinsparung

Sonnenschutzglas zeichnet sich durch einen sehr niedrigen Sonnenenergiedurchgang aus. Dieser beugt der unerwünschten Raumüberhitzung bei gleichzeitig hoher Lichtdurchlässigkeit und bestechender Außenansicht wirksam vor.

Viele beeindruckende Glasfassaden der modernen Architektur wurden überhaupt erst durch die innovative Entwicklung bei den Sonnenschutzgläsern möglich. Denn die unangenehme Überhitzung von großzügig verglasten Räumen durch intensive Sonneneinstrahlung vermindert nicht nur die Behaglichkeit im Raum. Sie senkt in Bürogebäuden auch das Leistungsvermögen der Mitarbeiter und verursacht dort einen markant steigenden sommerlichen Energieverbrauch für die Gebäudekühlung und -klimatisierung, was sich in hohen Betriebskosten für die Immobilie niederschlägt.

Hoher Lichtdurchlass

Für die Wirkung von Sonnenschutzglas ist vor allem ein niedriger g-Wert von Bedeutung, der für einen geringen Durchgang der Wärmestrahlung der Sonne steht. Gleichzeitig soll aber der Lichtanteil der Sonnenstrahlung den Raum möglichst ungehindert mit Tageslicht versorgen, was durch den Lichttransmissionsgrad LT ausgedrückt wird.

Das Verhältnis von Lichttransmission LT zum Gesamtenergiedurchlass g-Wert ist die Selektivitätskennzahl S. Sie liegt bei herkömmlichen Gläsern bei etwa 1,4 und bei höherwertigen Isoliergläsern bei etwa 2,2, wie zum Beispiel bei dem Isolierglas SILVERSTAR SUPERSELEKT 60/27. Hier errechnet sich der Wert aus einer Lichtdurchlässigkeit von 60 Prozent und einem g-Wert von lediglich 27 Prozent. In der Praxis bedeutet das: Reduzierte Klimatisierungskosten und eine angenehm hohe Tageslichtausbeute. Dies ist möglich, weil die langwelligen Infrarotstrahlen, die maßgeblich für das Aufheizen der Räume verantwortlich sind, am Durchgang gehindert und effektiv reflektiert werden. Die kurzwelligere, sichtbare Strahlung hingegen findet beinahe ungehindert Durchlass.

Farbe und Farbneutralität

Sonnenschutz-Isolierglas kann in unterschiedlichsten Farben und Transparenzgraden hergestellt werden. Der neutrale oder verschieden eingefärbte Tageslichteinfall trägt zur Gestaltung von Innenräumen mit abwechslungsreichem Erscheinungsbild bei. Für den Fassadenentwurf bedeuten die Gläser wiederum neue Möglichkeiten variabler Farbgebung, bei gleichzeitig wirksamer Reduktion des blendenden Sonnenlichteinfalls.

Soll eine brillante Optik mit höchster Transparenz und natürlicher Farbwiedergabe verbunden werden, ist bei der Auswahl des Isolierglases auf einen hohen Farbwiedergabeindex Ra zu achten, der nicht unter 85 % liegen sollte. Bei neutralem Sonnenschutzglas können Werte bis 96 % erreichet werden, die nahezu eine Farbwiedergabe wie hinter unbeschichtetem Glas ermöglichen.

Um Glasfassaden eine besondere Charakteristik zu verleihen, können Farbreflexionen als individuelles Gestaltungsmittel eingesetzt werden. Sie sind ein adäquates Stilmittel, um städtische Bilder zu prägen oder die moderne Gegenwartsarchitektur zu unterstreichen. Eine Komplettierung des homogenen Erscheinungsbildes wird durch passende Brüstungsplatten ermöglicht. Durch bestechende Transparenz und wahlweise ausgezeichnete Farbneutralität oder definierte Farbnuancen kann sich die Verglasung harmonisch in jedes bauliche Umfeld einfügen.