Glasherstellung

Floatglas

Ausgangsprodukt aller modernen Isoliergläser ist heute Floatglas, das als endloses Glasband aus einer Glasschmelze gewonnen wird. Sie besteht aus 60 % Quarzsand, 19 % Soda, 15 % Dolomit (Kalk) und 6 % weiteren Rohstoffen. Außerdem werden rund 20 % saubere Glasscherben beigegeben und das Gemenge bei etwa 1.550 °C in einem speziellen Ofen geschmolzen.

Das flüssige Glas gelangt auf das Floatbad aus Zinn, wo es in Form eines endlosen Bandes „floatet“. Infolge der Oberflächenspannung des Glases und der Oberfläche des Zinnbades bildet sich ein planparalleles, verzerrungsfreies Glasband von hoher optischer Qualität, was sich vor dem Zuschnitt mittels Laserstrahlen sorgfältig kontrollieren lässt.

Durch Beifügung von Metalloxiden kann die Glasmasse eine Farbtönung, z.B. für Sonnenschutzverglasungen, erhalten. Da der Strahlungsabsorptionsgrad von eingefärbten Gläsern hoch ist, müssen diese in der Regel vorgespannt werden. Dadurch erhöht sich die Temperaturwechselbeständigkeit von 40 K auf 150 – 200 K. Die Sonnenschutzwirkung solcher Gläser beruht auf der Strahlungsabsorption.