Isolierglas im Überblick

Vergleich der Eigenschaften, Planungsaspekte & Vorteile verschiedener Isolierverglasungen

Bauweisen von Isolierglas

Modernes Isolierglas besteht aus zwei, angesichts der steigenden Anforderungen heute oft auch schon aus drei Scheiben, die an den Rändern luftdicht miteinander verbunden sind, sodass der Scheibenzwischenraum keine Verbindung mit der Außenluft hat. Anders als bei Kastenfenstern funktionieren die Scheiben dadurch nicht als Einzelfenster, sondern gemeinsam als Isolierglas.

Bei den ersten Generation des Isolierglas wurden die zwei Glasscheiben am Rand entweder miteinander verschweißt oder durch einem Bleisteg verlötet. Durchgesetzt hat sich aber heute eine andere Technik, bei der die Scheiben im Randverbund verklebt werden, wobei zwei und teilweise auch schon drei Abdichtungsebenen für einen dauerhaft dichten Verbund sorgen. Statt getrockneter Luft im Scheibenzwischenraum kommen bei einem Isolierglas mit zeitgemäßem Wärmeschutz Edelgasfüllungen zum Einsatz.

Die Eigenschaften eines modernen Isolierglases kann über verschiedene Aufbaudetails gezielt beeinflusst werden.

  • Glasqualität: Unterschiedliche Spezifikationen des Floatglases sowie spezielle Beschichtungen auf den Glasscheiben sorgen für die jeweils gewünschte Leistungsfähigkeit des Isolierglases für den Wärmeschutz, aber auch beim Hitze- und Sonnenschutz oder der Lichtdurchlässigkeit.
  • Verglasungsaufbau: Weitere Parameter werden durch die Anzahl und Dicke der Fensterscheiben, die Art des verwendeten Edelgases im Scheibenzwischenraum sowie den Abstand der Scheiben voneinander gesteuert.
  • Randverbund: Neben der Qualität in der Fläche hat auch die Ausbildung des Glasrandes wesentlichen Einfluss auf den Wärmeschutz des gesamten Fensters, weshalb der Randverbund zunehmend als Warme Kante ausgebildet wird.